Aktualisiert im Oktober 2025
Inzwischen hat A.P: Moeller-Maersk im Januar 2024 einen weiteren großen und langfristigen Abnahmevertrag über eine jährliche Menge von 500.000 Tonnen grünem Methanol mit dem chinesischen Windturbinenhersteller Goldwind abgeschlossen. A.P. Moeller Maersk will mit dem Methanol die ersten 12 bestellten großen methanolfähigen Schiffe des Unternehmens betreiben.
Bis Anfang 2025 wurden bereits 10 neue Containerschiffe ausgeliefert:
Laura Maersk (2023), Ane Maersk, Astrid Maersk, Antonia Maersk, Alette Maersk, Alexandra Maersk und A.P. Møller (alle 2024) sowie Adrian Maersk, Albert Maersk, Alva Maersk (alle bis Februar 2025). Zusätzlich wurde die Maersk Halifax im Oktober 2024 in China auf Methanolbetrieb umgerüstet.

Die Alva Maersk kann bis zu 16.500 TEU (Twenty-foot Equivalent Units) laden, sie ist ein Containerschiff der neuen Equinox-Klasse und kann mit Methanol, Biodiesel und konventionellem Treibstoff betrieben werden.
1. Einführung
Maersk treibt die Dekarbonisierung der Schifffahrt mit Methanol voran, indem die Reederei Dual-Fuel-Schiffe einsetzt, die mit grünem Methanol betrieben werden können, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Derzeit werden neue Großcontainerschiffe wie die „Ane Maersk“ und „Astrid Maersk“ mit Methanol-fähigen Motoren in Betrieb genommen, was eine Verlegung der Brücke nach vorne für größere Methanoltanks notwendig macht. Maersk plant bis 2040 Netto-Null-Emissionen und arbeitet an der Sicherstellung von Lieferketten für grünes Methanol durch Partnerschaften und den Bau eigener Produktionsanlagen.
Die neue Anlage in Kassø ist auf die Produktion von jährlich 32.000 Tonnen kohlenstoffneutralem eMethanol ausgelegt und trägt zur Verringerung des CO2-Ausstosses bei. E-Methanol ist ein aus Sonnen- und Windenergie gewonnener Leichtkraftstoff, der die effektive Speicherung und den Transport erneuerbarer Energien ermöglicht. Er leistet damit einen Beitrag zur Lösung von zwei der wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energiequellen.
2. Maersk sichert sich grüne Methanol-Lieferung von Equinor
8. September 2023, vonJasmina Ovcina Mandra
Das Schwergewicht der Containerschifffahrt AP Moller-Maersk (Maersk) hat eine Vereinbarung mit dem Energieriesen Equinor unterzeichnet und sichert damit die Versorgung seines mit Methanol betriebenen Feederschiffs mit grünem Methanol während der ersten Betriebsmonate ab September 2023 und bis in die erste Hälfte des Jahres 2024.
Danach und langfristig wird das Feederschiff mit E-Methanol aus einer von ener European Energy betriebenen Anlage in Süddänemark (Kasso) betrieben, die im folgenden Text beschrieben wird.
(quelle: offshore–energy)
17. Oktober 2022
Der dänische Entwickler erneuerbarer Energien, European Energy, hat vom Danish Green Investment Fund (DGIF) 53 Millionen Euro für seine kommende Power-to-X (PtX)-Anlage in Kassø erhalten, die die bislang größte E-Methanol-Anlage der Welt sein wird.

E-Methanol-Anlage in Kassø, Dänemark
3. Siemens Energy erhält Elektrolyseur-Auftrag von European Energy für weltweit erstes eMethanol-Großprojekt
•Einstieg in die CO 2-neutrale Schifffahrt im industriellen Maßstab
•Siemens Energy realisiert Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 50-Megawatt
Die Trenntechnologien von Sulzer Chemtech sorgt für die CO2-Versorgung aus Biogasanlagen
•European Energy wird die Anlage in Dänemark betreiben
Siemens Energy hat einen Auftrag über die Lieferung einer Elektrolyseanlage von European Energy erhalten. Der dänische Entwickler und Betreiber von grünen Stromprojekten entwickelt das weltweit erste kommerzielle Großprojekt zur Herstellung von e-Methanol. Sie soll in Kassø im Süden Dänemarks entstehen.
Das Projekt wird kostengünstigen grünen Strom aus dem Solarpark vor Ort mit einer Leistung von 300 MW nutzen, um wirtschaftlich Kraftstoff herstellen zu können. Endverbraucher des eMethanols werden unter anderem die Reederei Maersk und der Kraftstoffhändler Circle K sein.
Das Projekt sichert die Versorgung für das erste mit eMethanol betriebene Containerschiff von Maersk und markiert damit den Einstieg in die CO2-neutrale Schifffahrt im industriellen Maßstab. Der Start der kommerziellen Methanolproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2023 geplant.

Das Dual-Fuel-Schiff von Maersk bunkert eMethanol in Abenraa, Dänemark
Die im Bild gezeigte E-Methanol-Anlage in Kassø, Dänemark, ist die weltweit erste großtechnische Anlage zur Herstellung von E-Methanol aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO₂. Entwickelt und betrieben wird sie von European Energy in Partnerschaft mit Mitsui & Co. Das Projekt wurde im Mai 2025 offiziell eröffnet und soll hauptsächlich drei dänische Konzerne beliefern: A.P. Moller – Maersk, die LEGO Gruppe und Novo Nordisk. LEGO und Novo Nordisk verwenden das Methanol für die Kunststoffproduktion.
Dazu wird erneuerbarer Strom aus dem benachbarten 304-MW-Solarpark genutzt und mittels 3 x17,5 MW PEM-Elektrolyseuren von Siemens wird Wasserstoff erzeugt. Das notwendige CO₂ wird aus einer Biogasanlage in der Nähe angeliefert und der Wasserstoff und das CO₂ werden zu E-Methanol umgewandelt.

Folgende Abbildung: Prinzip-Darstellung zur Produktion von E-Methanol
Ein Großteil der dabei anfallenden Prozesswärme wird zur Fernwärme für umliegende Gemeinden genutzt.
Obwohl es viele Visionen für eine groß angelegte E-Methanol-Produktion gibt, ist das Projekt in Kassø das erste, das einen Schritt nach vorn macht, was die Größenordnung angeht.

Zukünftige Containerschiffe für eMerthanol (Quelle Maersk)
Die innovative Anlage in Kassø im dänischen Aabenraa ist auf die Produktion von jährlich 32.000 Tonnen kohlenstoffneutralem Kraftstoff ausgelegt und trägt zur Verringerung des CO2-Ausstosses im Schwerlastverkehr bei. E-Methanol ist ein aus Sonnen- und Windenergie gewonnener Leichtkraftstoff, der die effektive Speicherung und den Transport erneuerbarer Energien ermöglicht. Er leistet damit einen Beitrag zur Lösung von zwei der wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energiequellen

Emil Vikjær-Andresen ist der Chef der Power-to-X-Sparte bei „European Energy“.
4. E-Methanol bietet eine kohlenstoffneutrale Alternative
Bei European Energy kommt ein neuartiges Verfahren zur Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energien in E-Methanol zum Einsatz. Die Anlage in Kassø, Dänemark, wird mit Strom aus dem benachbarten 300-MW-Solarpark von European Energy versorgt und stellt den ersten Schritt zur gross angelegten Markteinführung dieses grünen Kraftstoffs dar.
Sulzer Chemtech, weltweiter Marktführer für Trenn- und Mischtechnologie, wird für dieAnlage von European Energy zwei Destillationseinheiten mit kundenspezifischer Auslegung liefern. Diese Technologie ist Voraussetzung für die Herstellung von E-Methanol mit extrem hohem Reinheitsgrad zur Verwendung in Verbrennungsmotoren und als chemischer Rohstoff. Die Hälfte der Gesamtproduktion der Anlage, 16’000 Tonnen pro Jahr, soll an A. P. Moller – Maersk geliefert werden und die Caudia Maersk, das erste mit grünem Methanol betriebene Containerschiff des Unternehmens mit Treibstoff versorgen.
(Quelle: Sulzer)
Methanol ist der erste entscheidende Schritt von A. P. Moller – Maersk in Richtung CO2-freie Schifffahrt, mit den Bedingungen geeignete Motoren und Versorgung mit ausreichendem Kraftstoff. Der 2. Schritt ist Ammoniak, der Ammoniak geeignete Motoren und ausreichend grünes Methanol voraussetzt. Auf dem MAN-Prüfstand in Kopenhagen befindet sich derzeit (2023/2024) der erste Dual Fuel Motor, der auch Ammoniak verbrennt. Hier ist jedoch die Versorgung mit grünem Ammoniak nicht gesichert, jedoch wird zum Beispiel in Saudi-Arabien und Namibia daran gearbeitet.

Die folgende Abbildung zeigt das Photovoltaikkraftwerk mit einer installierten Leistung von 304 Megawatt bei Kassø im dänischen Aabenraa (Quelle: Sulzer)
(Søborg / Dänemark) – Der auf erneuerbare Energien spezialisierte dänische Projektentwickler European Energy S/A verkauft 49 Prozent seiner E-Methanol-Produktionsanlage Kassø in der Gemeinde Aabenraa, Dänemark, an die japanische Handels- und Investmentgesellschaft Mitsui & Co. Zu dem Portfolio von Kassø MidCo ApS gehört auch ein Photovoltaikkraftwerk mit einer installierten Leistung von 304 Megawatt. Es sei „die größte Transaktion in der Geschichte von European Energy“, sagt das Unternehmen, ohne indes konkrete Zahlen zu nennen.